Interventionen


RJM reloaded #1
Intervention von Nando Nkrumah

In unserem ersten RJM reloaded setzt sich der Kölner Künstler Nando Nkrumah mit dem Ausstellungsbereich „Der verstellte Blick: Vorurteile“ auseinander, der für die 2010 eingeweihte Dauerausstellung des RJM konzipiert wurde. Diese Installation
beschäftigt sich mit den Vorurteilen gegenüber People of Color. In Zusammenarbeit mit unserer Diversity Managerin Carla de Andrade Hurst und wissenschaftlichen Referentin Dr. Clara Himmelheber wurde diese Station überarbeitet. Das Museum möchte sich intensiver in den Debatten um strukturellen Rassismus engagieren und sich dazu positionieren.Wie kann man über Rassismus und Vorurteile reden, ohne die Betroffenen zu verletzen? Wie kann man vermeiden, rassistische Bilder zu reproduzieren? Wie kann man die Betroffenen selbst über ihre Belange und Bedarfe sprechen lassen? Im Rahmen von RJM reloaded # 1 werden schrittweise Vorurteilskonstruktionen kommentiert und dekonstruiert.
Nando Nkrumah, geb. 1979 in Kumasi, Ghana und aufgewachsen im Westerwald, lebt als Künstler und Designer in Köln. Nach dem Design-Studium in Essen und Singapur studierte er Mediendesign an der KHM in Köln. Seine Arbeiten spielen zweidimensional oder in 3D mit der Bild- und Symbolwelt der Ashanti-Kultur, kombinieren neueste Computertechnik mit Stencil Art, verfremdeten und fragmentierten Fotos, Texten, Mustern und Siebdrucken.


Museum on the couch #1
derzeit keine Ausstellung - fortlaufende Reihe

Das Museum stellt sich in Frage und legt sich aufs Sofa! Der Workshop „Museum on the Couch – Reflexive und kreative Erkundungen im RJM“, geleitet von Dr. Bernard Müller, ist eine Kooperation mit dem Institut für Ethnologie der Universität zu Köln und dem RJM. Ziel ist es, den Student*innen die Gelegenheit zu geben, das Museum mittels praktischer Übungen zu entdecken und mitzugestalten.Innerhalb des Museums entsteht dabei eine interaktive und interdisziplinäre Experimentierfläche, auf der die Student*innen Theorie und Praxis testen können und sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit den aktuellen Fragestellungen, mit denen ethnologisches Museen derzeit weltweit konfrontiert sind, auseinanderzusetzen. Die Teilnehmer*innen des Seminars sind eingeladen, für die Besucher*innen eigene Lösungsvorschläge oder Statements mit Bezug zu ethnologischen und postkolonialen Themen in Form von museographischen Displays, Installationen, Performances oder Vermittlungskonzepten zu kreieren. Am Ende jedes Semesters findet eine Präsentation der studentischen Arbeiten für die Besucher*innen statt. Die besten Arbeiten verbleiben für zwei Monate in der Dauerausstellung.