Interventionen


Epidemie, Krankheit & Heilung
kleine Intervention in der Dauerausstellung

Für die Dauerausstellung hat sich das Team im Kontext der Corona-Pandemie eine kleine Intervention zum Thema „Epidemie, Krankheit & Heilung“ ausgedacht, die in den kommenden Monaten wachsen wird. Insbesondere für Menschen in Regionen des globalen Südens waren und sind diese Themen oft verbunden mit der kolonialen Vergangenheit. So hatten die von den Europäern eingeschleppten Krankheiten eine fatale Wirkung auf die lokale Bevölkerung. Wie man sich von seinen Ängsten befreit oder vor Gefahren schützt, wird anhand des Beispiels des tibetischen Buddhismus thematisiert.


Doing the museum
eine kamera-ethnographische Intervention in der Dauerausstellung

Ethnologische Museen wenden ihren Blick auf „andere“ Kulturen. Doch was passiert, wenn der Blick umgedreht wird? Wenn der Blick auf diejenigen geworfen wird, die auf „Andere“ blicken? Was macht ein Museum zum Museum und wie sehen die Praktiken des Museums hinter den Kulissen aus? Unter der Leitung von Prof. Martin Zillinger waren das die Fragen hinter der Feldforschung per Kamera der Studierenden. Welche Aufgaben, Routinen, Praktiken und Räume werden von den Akteur*innen im Rautenstrauch-Joest-Museum erarbeitet, wo kommt es zu Problemen und welche kreativen Lösungssstrategien?
Doing the museum erkundet, wie unterschiedlich(e) Akteur*innen das Museum gestalten. Ihre geteilten Praktiken werden in der Ausstellung „vernetzt“. Gerahmt wird dieses Netz durch neun Filmprojekte, die sich dem Archiv, der Ausstellung, dem Depot, dem Diversity Management, der Dokumentation, künstlerischen Interventionen, der Kuration, der Medientechnik, der Restaurierung und dem Veranstaltungsmanagement – kurz: den verschiedenen Akteur*innen und ihren Umfeldern – widmen, in deren Alltag mit der Kamera eingetaucht wurde. Die Ausstellung Doing the museum ist das Ergebnis einer Kooperation zwischen dem Seminar Ethnographie im Museum des Instituts für Ethnologie der Universität zu Köln und dem Rautenstrauch-Joest-Museum.


RJM reloaded #1
Intervention von Nando Nkrumah

In unserem ersten RJM reloaded #1 setzt sich der Kölner Künstler Nando Nkrumah mit dem Ausstellungsbereich „Der verstellte Blick: Vorurteile“ auseinander, der für die 2010 eingeweihte Dauerausstellung des RJM konzipiert wurde. Diese Installation
beschäftigt sich mit den Vorurteilen gegenüber People of Color. In Zusammenarbeit mit unserer Diversity Managerin Carla de Andrade Hurst und wissenschaftlichen Referentin Clara Himmelheber wurde diese Station überarbeitet. Das Museum möchte sich intensiver in den Debatten um strukturellen Rassismus engagieren und sich dazu positionieren.Wie kann man über Rassismus und Vorurteile reden, ohne die Betroffenen zu verletzen? Wie kann man vermeiden, rassistische Bilder zu reproduzieren? Wie kann man die Betroffenen selbst über ihre Belange und Bedarfe sprechen lassen? Im Rahmen von RJM reloaded # 1 werden schrittweise Vorurteilskonstruktionen kommentiert und dekonstruiert.
Nando Nkrumah, geb. 1979 in Kumasi, Ghana und aufgewachsen im Westerwald, lebt als Künstler und Designer in Köln. Nach dem Design-Studium in Essen und Singapur studierte er Mediendesign an der KHM in Köln. Seine Arbeiten spielen zweidimensional oder in 3D mit der Bild- und Symbolwelt der Ashanti-Kultur, kombinieren neueste Computertechnik mit Stencil Art, verfremdeten und fragmentierten Fotos, Texten, Mustern und Siebdrucken.


Museum on the couch #1
derzeit keine Ausstellung - fortlaufende Reihe

Das Museum stellt sich in Frage und legt sich aufs Sofa! Der Workshop „Museum on the Couch – Reflexive und kreative Erkundungen im RJM“, geleitet von Dr. Bernard Müller, ist eine Kooperation mit dem Institut für Ethnologie der Universität zu Köln und dem RJM. Ziel ist es, den Student*innen die Gelegenheit zu geben, das Museum mittels praktischer Übungen zu entdecken und mitzugestalten.Innerhalb des Museums entsteht dabei eine interaktive und interdisziplinäre Experimentierfläche, auf der die Student*innen Theorie und Praxis testen können und sich sowohl theoretisch als auch praktisch mit den aktuellen Fragestellungen, mit denen ethnologisches Museen derzeit weltweit konfrontiert sind, auseinanderzusetzen. Die Teilnehmer*innen des Seminars sind eingeladen, für die Besucher*innen eigene Lösungsvorschläge oder Statements mit Bezug zu ethnologischen und postkolonialen Themen in Form von museographischen Displays, Installationen, Performances oder Vermittlungskonzepten zu kreieren. Am Ende jedes Semesters findet eine Präsentation der studentischen Arbeiten für die Besucher*innen statt. Die besten Arbeiten verbleiben für zwei Monate in der Dauerausstellung.