In dieser besonderen Poesie-Lesung präsentieren Teilnehmer*innen eines Deutsch- und Alphabetisierungskurses des Rom e.V. ihre Texte. Es erfordert Mut, eigene Texte vor einem unbekannten Publikum vorzutragen – und noch mehr Mut, sie in einer Sprache zu verfassen und zu lesen, die erst seit Kurzem erlernt wird.
In den Texten geht es um persönliche Hoffnungen, Wünsche und Sorgen. Die Autor*innen geben Einblicke in ihre Lebensrealitäten und eröffnen neue Perspektiven. Zwar erlernen sie aktuell in einem Kurs die Schriftsprache, bringen aber schon vieles mit, was für das Verfassen von Poesie essenziell ist: Wortklang, Takt, Melodie, Rhythmus sowie sprachliche Stimmigkeit und Unstimmigkeit. All das kennen sie aus Liedern und mündlichen Erzählungen.
Bevor sie jedoch längere Texte verfasst haben, startet der Kurs mit Haikus, einer japanischen Gedichtform, die kurze Sätze und eine bestimmte Silbenstruktur beinhaltet. Daraufhin folgten später längere Prosatexte, die viele Teilnehmer*innen bereits in einer verdichteten Sprache geschrieben haben.
Im Anschluss an die Lesung laden wir zum Austausch und zur Reflexion ein.
Für: Erwachsene
Veranstalter: Rautenstrauch-Joest-Museum
| Treffpunkt: Bibliothek
| Teilnahme frei.
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