17. September bis 6. Dezember 2026

r e t u r n

zwischen Vergangenheit und Zukunft entsteht ein anderer Ort

r e t u r n erzählt von Sehnsucht, Zugehörigkeit und fragmentarischen Erinnerungen nach Erfahrungen von Verlust, Vertreibung und Entortung. Die Ausstellung versammelt internationale Künstler*innen und folgt den Spuren, die Gewalt, Kolonialismus und Krieg hinterlassen: Lücken in Archiven, verdrängte Geschichten und Erinnerungen, die in Körpern, Landschaften und Gemeinschaften weiterleben.

Doch r e t u r n fragt nicht nur, was verloren gegangen ist. Die künstlerischen Arbeiten entwerfen neue Verbindungen – zu Menschen, Orten und Geschichten, zur Umwelt und zu möglichen Zukünften. Erinnerung und Imagination eröffnen dabei neue Möglichkeiten.

Zugleich bleibt der Blick zurück widersprüchlich: Nostalgie kann Trost spenden und Zugehörigkeit schaffen. Sie kann aber auch die Vergangenheit verklären, Ausschlüsse verstärken und die Vorstellung nähren, es ließe sich zu etwas zurückkehren, das so vielleicht nie existiert hat.

In einer Zeit von Krieg und Vertreibung, Klimakrise und dem Erstarken nationalistischer und rechtsextremer Bewegungen gewinnt die Frage, was Rückkehr heute bedeuten kann, eine neue Dringlichkeit.

Mit Film, Video, Fotografie, Textilien und Installationen bringt r e t u r n Arbeiten zusammen von:

Kara Walker · Uriel Orlow · Saodat Ismailova · Federico Cuatlacuatl · Kader Attia · Kiri Dalena · Hiba G. Isleem · Jacqueline Hen · Duane Linklater · Pınar Öğrenci · farkhondeh shahroudi · Ayaka Terajima · Mbaye Diop · Talya Lubinsky · Karolina Krawcec [Karoline Schneider] · Anika Krbetschek · Sènami Donoumassou · Ayana V. Jackson · Ruth Belinga · Kojo-the-Cook · Tracey Moffatt · Theresa Weber · …

Statt einer linearen Erzählung zu folgen, verwebt r e t u r n Fragmente und Atmosphären, Stimmen und Erinnerungen, räumliche Erfahrungen und unterschiedliche Zeiten und Geografien.

Im Zentrum steht eine Bühne: ein Ort für Performances, Filme, Lesungen, Workshops und Gespräche mit Künstler*innen, Denker*innen und Communities. Gemeinsam mit Universitäten, Vereinen und Kollektiven treffen hier künstlerische Praktiken und unterschiedliche Formen von Wissen aufeinander.

Die Homefood Canteen - Baraza, kuratiert von In-Haus e.V., Creating Community Cologne e.V. und Kojo-the-Cook, bringt Essen in die Ausstellung –– begleitet von einem digitalen Kochbuch, das im Ausstellungszeitraum wächst und Rezepte und Erzählungen sammelt.

Die Werkstatt r e t u r n ist ein Raum zum Machen, Ausprobieren und gemeinsamen Entdecken. Künstler*innenInitiativen und Besucher*innen teilen hier Praktiken, Materialien und Wissen.

Während der gesamten Laufzeit sind Initiativen, Vereine und Kollektive aus Köln eingeladen, ihren Platz in der Ausstellung einzunehmen: sich zu versammeln, einzuladen, zu sprechen, zu kochen, zu performen und zu gestalten und zu debattieren – und den Raum auf ihre eigene Weise zu prägen.

r e t u r n ist ein Raum in Bewegung – geprägt von Kunstwerken, Körpern und Stimmen und von den Beziehungen und Begegnungen, die in ihm entstehen.

Prgoramm und weitere Informationen zu den Künstler*innen:  

r-e-t-u-r-n.net

 

Kooperationspartner*innen: In-Haus e.V., Creating Community, Afrotreff e.V., Afrokultur e.V., Rom e.V., Thebeautifulminds Theater, Makkaroni Akademie, The Ramadan Project e.V., InterFemme* e.V., Jugendfreizeitwerk Köln e.V., Uni Köln, Uni Münster, Paris8, Centre Marc Bloch, zamus: zentrum für alte Musik Köln, DIN A13 Tanzcompany, Masurka Concerts, Cinemaktic Kin …

Mit Unterstützung von / gefördert durch: Centre Marc Bloch, Kölner Kulturstiftung der Kreissparkasse Köln, Peter und Irene Ludwig Stiftung, dem Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt, dem französischen Kulturministerium und dem französischen Ministerium für Europa und auswärtige Angelegenheiten.

Homefood Canteen – „Baraza, dort wo Gemeinschaft entsteht“ gefördert durch: Fonds Soziokultur aus Mitteln des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien

Bilder © Jörn Neumann