Aktuelles

Liebe Besucher*innen,

Sie benötigen kei­nen Test-, Impf- oder Ge­ne­sungs­nach­weis mehr für den Besuch im RJM. Das Tra­gen ein­er medizinischen Maske ist eben­falls ab so­fort nicht mehr verpflich­t­end, wird aber den­noch emp­fohlen.

Wir raten außer­dem die all­ge­mei­nen Hy­gienevorschriften sowie ei­nen Sich­er­heits­ab­s­tand von min­destens 1,5 Me­tern einzuhal­ten.

Vielen Dank für Ihr Verständnis. Wir freuen uns auf Sie!

Ihr RJM-Team

 


Why restitution matters

Samstag, 9.7., 14 Uhr

Wir heißen am kommenden Samstag, 9.7., eine königliche Delegation aus Bangwa (Kamerun) herzlich willkommen. Zusammen mit S.M. Asabaton Fontem Njifua reisen wichtige Vertreter*innen1 der Bangwa nach Köln, um über die Restitution von Kulturschätzen zu diskutieren, die zu deutschen Kolonialzeiten entwendet wurden. Im Mittelpunkt der Diskussion steht eine sakrale Skulptur der Bangwa, die sich noch in der Sammlung des Museums befindet.
Warum wird sie zurückgefordert? Was verursacht ihre Abwesenheit in der Bangwa-Region? Was soll mit ihr nun passieren? Diese und weitere Fragen sollen im Rahmen dieser öffentlichen Diskussion besprochen werden. Seien Sie dabei und reden Sie mit. Restitution betrifft uns alle!

Samstag, 9.7., 14 Uhr, VHS-Forum im RJM, Eintritt frei

Das gesamte Team des Rautenstrauch-Joest-Museums ist bestürzt über den völkerrechtswidrigen Krieg der russischen Regierung gegen die unabhängige Ukraine. In Gedanken sind wir bei der ukrainischen Bevölkerung, die dort unendliches persönliches Leid erfährt. Ihr Land wird ihnen entrissen und damit auch ihre kollektive und individuelle Erinnerungskultur. Gleichzeitig denken wir an russische Künstler*innen, die der Willkür eines Autokraten ausgesetzt sind.

 

Die nigerianische Künstlerin Peju Layiwola beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit geraubten Kulturgütern aus dem Königreich Benin. "Benin 1897" ist der Name des autonomen Raums, den Peju Layiwola für RESIST! Die Kunst des Widerstands kuratiert hat.

 

„Eine Gruppe junger Tänze*innen führt mit ihrer eigenen Interpretation der Kunst des Widerstands durch „RESIST! Die Kunst des Widerstands“. Regisseur Young-Jean Maeng schafft mit seinem Einblick in die Fragmente aus 500 Jahren antikolonialen Widerstand, koloniale Unterdrückung und ihre Auswirkungen bis heute eine Momentaufnahme der experimentellen Ausstellung, der diese überdauern wird. Die virtuelle und durch die Choreographie ausdrucksstark geführte Begehung von „RESIST!“ nimmt den Kampf der Menschen, die auf unterschiedlichste Weise Widerstand geleistet haben und deren Geschichten bis heute kaum erzählt oder gehört werden, auf.“

 

RESIST! CONVERSATIONS ALL IN ONE : verfügbar auf unserem YouTube-Kanal

Welche Widersprüche verbergen sich in den Fundamenten des „ethnologischen Museums“? Wie können wir sie überwinden und die Grundlagen für eine neue Museumsethik schaffen? Im Rahmen der Ausstellung RESIST! Die Kunst des Widerstands, einer experimentellen Ausstellung über 500 Jahre antikoloniale Kämpfe im Globalen Süden, hat das RJM zu einem Diskussionsabend mit internationalen Sprecher*innen und Kämpfer*nnen eingeladen. Restitution, Reparation und Partizipation standen im Mittelpunkt der Debatte. Mit Ciraj Rassool (Südafrika), Nana Oforiatta Ayim (Ghana), Bénédicte Savoy (Frankreich), Andreas Görgen (Deutschland), Peju Layiwola (Nigeria), Esther Utjiua Muinjangue (Namibia), Ida Hoffmann (Namibia), Elizaveta Khan (Deutschland), Uyi Nosa-Odia (Nigeria). Moderiert von Rahab Njeri (Deutschland). Musik von Rokia Bamba (Belgien).

Die Debatte ist online auf unserem RJM-YouTube-Kanal verfügbar!

 


Das Thema Restitution wird momentan weltweit diskutiert. Gemeinsam mit der Universität zu Köln haben wir im Sommer 2019 dazu eine Veranstaltung mit dem kamerunischen Historiker Achille Mbembe angeboten, die Sie sich hier noch einmal anschauen können: https://youtu.be/oY5iUx4hz5M